Eine Holzbadewanne - das ist doch etwas ganz neues auf dem Markt, oder?

Holzzuber / Bottiche gibt es seit dem MittelalterWussten Sie, dass  bereits im Mittelalter Badewannen aus Holz benutzt wurden? Damals wurden typischer Weise Holzzuber, auch Holzbottiche genannt, verwendet. Diese wurden durch Metallbänder an den Seiten zusammengehalten, um dem Wasserdruck standzuhalten. Heute, viele Jahrhunderte später, gibt es auch noch Manufakturen, die sich auf diese Technologie spezialisiert haben, wobei zu bemerken gilt, dass dieser Technik, bezüglich des Designs der Holzbadewanne, Grenzen gesetzt sind.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mehrere Furnierschichten mit Unmengen an Kunstharz in angefertigten Formen zu verkleben. Die Meinungen bei diesem Verfahren gehen auseinander. Es gibt Menschen, die kein Problem damit haben eine Holzwanne zu besitzen, die zum größten Teil aus Kunststoff besteht. Genau dies ist nämlich der Fall bei diesen durchtränkten Produkten. Ganz davon abgesehen, dass die benötigte Form eine individuelle Größengestaltung beinahe unmöglich macht.

Wir bei grinERA befassen uns mit einer weiteren Möglichkeit elegante Badewannen aus Holz herzustellen. Wir verzichten auf die Metallbänder und ebenso auf laminierte Furniere.

Holzplanken - Die Ausgangsbasis für eine Badewanne aus Holz

Bei uns finden Sie ausschließlich Massivholzprodukte. Wir verkleben etliche Holzelemente passgenau mit hochwertigstem Leim überlappend aufeinander.

Diese Bauart ist um ein vielfaches aufwändiger, als ein Badebottich, oder eine laminierte Wanne. Unsere Badewannen aus Vollholz besitzen eine Wandstärke von 5cm - 8cm aus purem Holz. Dadurch, dass Holz ein sehr guter Wärmeisolator ist, können Sie Energie sparen. Das Badewasser eine solchen Holzbadewanne kühlt nicht so schnell ab, sondern bleibt viel länger angenehm warm, als zum Beispiel in einer Metall-,  Acryl-, bzw. laminierten Badewanne.

 

Die Produktion unserer Holzbadewannen im Detail:

Bevor es mit der Produktion Ihrer Holzbadewanne losgehen kann, stellt sich als erstes die Frage, welche Holzsorte genutzt werden soll. In der Vergangenheit, wurden meistens Hölzer wie Lärche, Kambala, und Teak verwendet, die von Natur aus über eine starke Resistenz gegenüber Wasser verfügen. Seit einigen Jahren benutzen mehr und mehr Firmen auch weitere Holzarten für sanitäre Produkte.

Der technologische Fortschritt bei Imprägnierungen, Lacken, sowie aushärtenden Ölen hat Quantensprünge gemacht, und erlaubt es uns mittlerweile eine Vielzahl an Hölzern im Badezimmer zu verwenden.

Wir haben viele Jahre Die Innenseite ist fast fertig. Außen muss die Holzbadewanne noch bearbeitet werden.lang verschiedene Tests durchgeführt um Ihnen jetzt gewähren zu können, dass unsere Produkte auch das aushalten was sie aushalten sollen - nämlich Wasser.

Ob gerade, rund, oder kombiniert. bei grinERA werden moderne Holzbearbeitungsmaschinen, sowie innovative Selbstentwicklungen benutzt, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Unsere runden Holzbadewannen zum Beispiel, werden aus über 100 exakt zurecht gesägten Holzteilen zusammen gefügt. Jede Holzlage wird übereinander verklebt und unterscheidet sich im Durchmesser sowie Wandstärke. Am Computer werden die benötigten Elemente berechnet, damit am Ende auch alles passt. Die verklebten Elemente stellen anschließend den Rohbau der Badewanne aus Holz dar. Es folgen die mühsamen Fräs- und Schleifarbeiten des Bodens, der Innenseite sowie der Außenseite.

Die Außenseite ist auch fertig. Es fehlen noch das Loch für den Abfluss und die aufwändige Beschichtung

Die laute und staubige Holzbearbeitung ist mit dem oberen Abschnitt abgeschlossen.  Mittlerweile sind ca. 50% - 70%  der Holzplanken zu feinen Sägespänen und Brennholz verarbeitet worden. Es verbleibt ein Juwel, der seine endgültige Form erreicht hat, und wohl auch noch die Enkelkinder des neuen Inhabers beglücken wird, nachdem der nächste Schritt vollendet ist.

Es folgt die zeitintensive Oberflächenbehandlung der Holzbadewanne, bei der Sie zwischen Multischicht-Versiegelung und  geölter Oberfläche auswählen können.

 

Die Multischicht-Versiegelung

1. Imprägnierung

Nachdem die Holzbearbeitung abgeschlossen ist, und die gesamte Oberfläche von Hand gleichmäßig abgeschliffen wurde beginnt die Oberflächenbehandlung. Unsere sehr tief eindringende Imprägnierung ist die Basis für eine langjährige Widerstandsfähigkeit gegenüber des Wassers. Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Konsistenzen. Hochglanzpoliertes Massivholz für eine HolzbadewanneZuerst ist die Imprägnierflüssigkeit  extrem dünnflüssig und mit Balsamterpentin verdünnt. Balsamterpentin ist ein natürlicher Verdünner der aus Nadelbäumen gewonnen wird, und auch häufig in der Malerei genutzt wird. Dies gewährleistet, dass die Imprägnierung  viel tiefer in das Holz eindringt, als sogar Wasser im Stande wäre. Tief im Inneren bindet sich die Imprägnierung mit den Zellen des Holzes. Das Balsamterpentin verflüchtigt sich in der Luft und hinterlässt keine Rückstände in Holz. Diesen andauernden Prozess wiederholen wir mit schwächer werdenden Beimischungen des Balsamterpentin, bis das Holz gesättigt ist (nicht mehr wie ein Schwamm wirkt)  und bieten damit eine Basis für die weiteren Schichten.

2. Grundierung

Nachdem der tiefen-wirkende Imprägnierprozess abgeschlossen ist, beginnt die Grundierung.

Das Ziel der Grundierung ist eine möglichst hohe Verbindung zwischen Holzoberfläche und Versiegelung zu erhalten. Sicherlich kennen Sie aus anderen Bereichen geplatzte Lackschichten, die durch einen falschen Oberflächenaufbau entstehen können. Sowohl im Innenbereich (Möbel und Türschwellen im Bodenbereich, Parkettboden) als auch im Außenbereich (Holzlauben, Holzfenster und -Türen, Gartenzäune) kann man des Häufigen diese Lackschäden beobachten. Meistens resultieren diese Schäden durch unsachgemäße Lacke, bzw. deren Aufbau. Die Folgen sind beachtlich. Wenn es erst einmal soweit gekommen ist, dass das Holz frei steht, ist es meistens schon zu spät. Das Holz ist nicht mehr geschützt, da wahrscheinlich auch auf eine tiefen-wirkende Imprägnierung verzichtet wurde. Die Ursache geplatzter Lacke ist meistens die Gleiche. Der verwendete Lack ist zu spröde, und hat keine feste Verbindung mit dem Holz. Jeder Holzfachmann wird ihnen bestätigen, dass Holz eben ein Naturprodukt ist. Auch nach dem langen und aufwändigem Trocknungsverfahren, wird Holz immer ein wenig in die eine oder andere Richtung arbeiten, das heißt sich verziehen. Der benutzte Lack sollte dies berücksichtigen und eine gewisse Flexibilität beherrschen. Unsere Grundierung hilft genau an dieser Stelle und bildet die richtige Zwischenschicht. Die Grundierung ist wasserfest, bindet sich extrem stark mit der Holzoberfläche und bildet die richtige Basis für die weiteren Aufträge. Wir benutzen mehrere Schichten für die Grundierung der Badewanne aus Holz und schleifen jedes Mal die gesamte Oberfläche zwischen den Schichten nach, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

 

3. Der krönende Abschluss: UV- und Kratzschutz

Für die bereits beschriebenen Schutzschichten vergingen bereits ca. zwei bis drei Wochen. Nach jeder Schicht lassen wir die Wanne erneut komplett austrocknen, bevor es an das Anschleifen und die nächste Schicht geht. Zu schnelles Arbeiten verringert die Qualität der Badewanne, welche bei uns höchste Priorität erhält.

Die Holzbadewanne ist fast fertig und bereits jetzt komplett wasserdicht, um an den Kunden geschickt zu werden. Dennoch gibt es noch einen weiteren Aspekt zu beachten. Ihre Traumwanne soll natürlich auch nach vielen Jahren noch hochwertig aussehen und möglichst wenig Kratzer durch scharfe und harte Gegenstände erhalten. Genau dafür erhält die Wanne zum Abschluss noch mehrere Schichten unseres Speziallacks, dessen Rezept wir geheim halten um es der Konkurrenz nicht zu leicht  zu machen. Diese Mischung, die  aus verschiedenen Komponenten besteht und extrem aushärtet, wird im Anschluss von Hand poliert und ergibt den hochwertigen Abschluss, den Sie sich für eine Holzbadewanne wünschen. Die Oberfläche ist ungefähr mit der eines Autos zu vergleichen und lässt sich nach Jahren der intensiven Benutzung auch wieder aufpolieren. Kratzer durch unsachgemäße Reinigung (Scheuermittel), oder durch Unfälle, wie hereingefallene Parfümfläschchen, sowie eventuelle Kratzer durch Ringe können dadurch leicht entfernt werden, so dass die Wanne wieder wie neu aussieht.

 

 

Die geölte Oberfläche:

Unsere Produkte können bis auf wenige Ausnahmen bei der Holzauswahl auch mit einer komplett natürlichen Oberfläche hergestellt werden.

Wir verwenden dafür einen sich wie folgt unterscheidenden Schichtaufbau:

 

Unsere natürliche Tiefenimprägnierung

Wir benutzen für unsere geölten Oberflächen eine Mischung verschiedener Öle. Dazu gehören unter Anderem Leinöl und Tungöl (auch als Chinesisches Öl bekannt). Letzteres wird schon seit Jahrhunderten für die Imprägnierung genutzt. Wussten Sie, dass die chinesische Mauer mit geoelte Oberfläche seidenmattdiesem Öl konserviert wurde? Die beiden genannten Öle zeichnen sich durch Ihre aushärtenden Eigenschaften aus. In eine speziellen Reihenfolge werden verschiedene Gemische angerührt, die zunächst sehr dünnflüssig sind und damit sehr tief in das Holz eindringen. Durch die sogenannte Polymerisation dieser speziellen Öle härtet das Gemisch aus. Diese chemische Reaktion geschieht durch Einstrahlung von UV-Licht und Oxidation. Der Sauerstoff in der Umgebungsluft reagiert mit dem Gemisch und bewirkt ein sehr starkes Aushärten. Ein großer Vorteil bei unserem Verfahren liegt darin, dass sich das Öl beim Aushärten ausdehnt (Ähnlich verhält es sich mit Wasser, beim Gefrieren). Dadurch werden auch kleinste Luftlöcher in den Poren des Holzes , die eine Angriffsfläche für Wasser bereitstellen könnten,  ausgefüllt und versiegelt.

Wir wiederholen diesen Vorgang etliche Male, bis das Holz komplett gesättigt ist. Dabei können wir keine feste Anzahl von Schichten nennen. Jedes Holzbrett, auch von der gleichen Sorte, ist ein Naturprodukt, und unterscheidet sich immer wieder von seinen Eigenschaften. Es lässt sich auch beobachten, dass das Stirnholz ( auch Hirnholz genannt - Die Bezeichnung für die Seite des Holzes, an der man die Jahresringe sehen kann) sehr viel mehr aufsaugt, da die Holzfasern an diesen Stellen offen sind und wie ein Schwamm wirken.

Zwischen jeder neuen  sich in der Mischung unterscheidenden Schicht, muss die Vorige zuerst komplett austrocknen. Nur so kann gewährleistet werden, dass das gewünschte Resultat - eine komplett wasserdichte Oberfläche, die über Jahrzehnte wasserdicht bleibt - erzielt wird.

Nachdem das Holz komplett imprägniert ist, befassen wir uns mit der Oberfläche. Eine weitere Mischung aus ähnlichen Ölen und weiteren Additiven hilft dabei, eine möglichst widerstandsfähige Oberfläche zu erreichen. Diese Mischung legen wir auch unseren geölten Produkten bei. Es empfiehlt sich, die gesamte Oberfläche, gelegentlich ( 1 - 3 mal Jährlich) mit dieser Mischung einzureiben und überschüssiges Öl zu entfernen. Nach jeder Prozedur werden Sie sehen, wie die Maserung aufs neue angefeuert wird.

Kratzer durch unsachgemäße Reinigung (Scheuermittel) oder durch scharfe Gegenstände wie Parfümfläschchen oder Ringe, können ohne Komplikationen mit feinem Schleifpapier heraus geschliffen werden. Anschließend werden ein oder zwei Schichten (zwischen den Schichten aushärten lassen) sparsam aufgetragen und können zu guter Letzt aufpoliert werden.

 

Die Badewanne ist nun fertig und kann sich auf den Weg zum Kunden machen. Sei es auf einer Palette oder in  einer riesigen Holzkiste sicher verpackt für die Reise zu anderen Kontinenten. Jeder Punkt der Erde kann von uns, bzw. unserem Versandpartner angesteuert werden.

 

Ob geölte Oberfläche oder Multischicht-Versiegelung - ob Zuber, laminiertes Furnier oder aus Massivholz. Die Wahl liegt bei Ihnen. Wir hoffen, dass die Hinweise auf dieser Webseite Ihnen helfen können, die für Sie richtige Wahl zu treffen. Falls Sie dennoch Fragen haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Gerne besprechen wir Weiteres mit Ihnen. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Kompetenz in Sachen Holzsanitär zusagt.

Wir vertrauen in unsere Produkte. Sie können es auch - mit einem ruhigen Gewissen.